Pit's Blog

Life is too short, that's why we ride…

Zusammenfassung und Fazit über meine Reise ins Baskenland, Pyrenäen, Andorra und Frankreich.

leider ist mein Urlaub bereits schon wieder vorbei 😟
Und wie jedes Jahr, freut man sich schon auf die unerledigten Mails und sonstigen Dinge die niemand übernommen hat.

Aber genug gejammert und beklagt.
Es liegen sehr schöne und eindrucksvolle Tage (14) hinter mir und wie angekündigt ziehe ich für mich ein sehr positives Fazit.

Mein erstes Ziel bei der Anreise nach Spanien, den Iron Butt Saddlesore 1000 (Miles) zu fahren, habe ich geschafft😉

Mehr oder weniger bin ich einmal quer durch Frankreich gefahren und dann noch einige Kilometer an der Spanischen Nordküste entlang.

Insgesamt waren es laut Kilometerzähler 1.635 der geforderten 1.610 Kilometer und laut GPS Tracking 1.658 Kilometer und das ganze in 20,26 Stunden.

Wären auf der Anreise nicht Mitten in Frankreich Dauerregen angesagt gewesen und ein Verkehrschaos rund um Bordeaux wären es sicherlich noch ein zwei Stunden weniger geworden.
Meine Triumph Tiger 1200 Rally Pro hat mich auf der ganzen Anreise nicht einmal im Stich gelassen und bei einer von mir gewählten Geschwindigkeit zwischen 110 – 120 km/h war es insgesamt sehr angenehm.
Was ich aber nicht verhehlen will, sollte jemand von euch auch auf die Idee oder Geschmack kommen, dass insbesondere die letzten 150 km echt sehr anstrengend waren.
Für meinen Teil habe ich das selbstgesteckte Ziel, es zu schaffen, erreicht und bin froh darüber zumal dies nicht jedem vergönnt ist!

Das nächste Ziel von mir waren dann ja die Picos de Europa, um diese kennen zu lernen und dort einige Touren zu fahren, was ich dann auch gemacht habe.

Es waren aber nicht nur die Picos, welche mich von der Landschaft her begeistert hatten, es war auch die gesamte Küstenregion.
Über das ausgeprägte „Grün“ war ich dann doch überrascht. War vergleichbar mit dem Grün auf der Isle of Man.

Was hier sicherlich im Gedächtnis bleibt ist die Tatsache, dass die Picos zu den schönsten Gegenden gehören, welche ich bislang besucht habe.
Dies liegt auch an dem auf der einen Seite milden Klima und dann das Kontrastprogramm von einem Hochgebirge mit einer sich fortlaufenden abwechselnden Vegetation und Landschaft.
Weiterhin werde ich sicherlich meine Offroad-Fahrten mit meiner Tiger 1200 RP nicht vergessen. Hier vor allem meine Tour von Espinama nach Sotres. Da kam ich echt an meine Grenzen.
Für diesen Einsatz hat mich aber eine überwältigende Landschaft mehr als entschädigt 😁

Daher werde ich definitiv nochmals dort hinfahren.

Nach 5 1/2 Tagen ging es dann weiter nach Pamplona:
Eigentlich war der Plan durch die Berge dorthin zu fahren.

Leider viel dies aber im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.
Kurz nach meinem Start ging ein leichter Nieselregen in Dauerregen über, so dass ich mich entschieden hatte die komplette Strecke via Autobahn zu fahren. Das war auch gut so, da zum einen der Dauerregen in einen Platzregen überging und ja meine Steuerung der Menüführung bereits auf einem Regen-Trip in den Picos was mitbekommen hatte.

Pamplona selber, ich hatte mein Hotel ja direkt in der Innenstadt, am Plaza Del Castillo, ist eine sehr schöne, lebendige und wie ich finde auch „hippe“ Stadt und echt eine Reise wert. 

Empfehlung für tolle Tapas -> Bar Gaucho.

Pyrenäen:

Von Pamplona ging es dann weiter in die Pyrenäen. Wobei ich hier nur einen kleinen Teil Richtung Andorra gefahren bin. Im Nachhinein hätte ich mir hier mindestens 2-3 Tage mehr Zeit lassen sollen.

Daher gehören die Pyrenäen sicherlich weiter zu meinem Beuteschema 😀

Andorra:

Von Andorra war ich selber leider etwas enttäuscht, dies mag aber auch daran gelegen haben, dass ich mitten zur Rushhour versucht habe mein Quartier zu erreichen und bereits am nächsten Tag weiter nach Frankreich gefahren bin und die Gegend überhaupt nicht erkundet habe.

Sorry, aber Irgendwie kam mir Andorra wie eine große „Briefkastenfirma“ oder Einkaufsmall vor.

Von Andorra ging es dann durch die Carcarsee, Montagne Noire, Laucanais, St. Affricain, Lazrac in die Chevennen.
In Carcasonne hatte ich nur kurz einen Aufenthalt, da ich Carcasonne bereits schon kannte und es an diesem Tag hier mal  richtig heiß war.

Daher war ich froh, dass ich anschließend stundenlang durch Hochtäler und Berge fahren konnte😁🏍

Zum Schluss hatte ich noch einige schöne Tage in der Nähe von Sisteron, in einem Seitental verbringen können. Von dort unternahm ich dann auch nochmals einige Touren bevor ich mich dann letztendlich auf die Heimreise machte.

Fazit:

Nach fast 6.300 Kilometer innerhalb von 14 Tagen musste ich im Nachhinein feststellen, dass dies ein zu straffes Programm war. Es gab zwar eine Vielzahl schöner erster Eindrücke, aber für diese Gegenden sollte man sich mindestens 3-4 Wochen Zeit nehmen.

Da ich eine so lange Reise am Stück mit wechselnden Unterkünften noch nicht unternommen hatte, war ich anfänglich skeptisch, ob ich die richtigen Klamotten eingepackt hatte. Es galt ja unterschiedliche Temperaturfenster und Wetterbedingungen abzudecken und dies mit möglichst wenig Gewicht. Bei diesem Unterfangen kam dann auch die alte „Rei in der Tube“ zum Einsatz. Was mit der Synthetik Kleidung auch gut funktionierte, da schnell trocknend, aber mit Mischgewebe nicht so toll war.

Was ein echter Kracher war und noch ist, war mein Klim Badlands Pro A3. Dieser war absolut Wasserdicht. Ich hatte ja mehrere Teilstücke bei denen ich Stunden im Regen gefahren bin und andererseits hat er noch genug Belüftungsöffnungen, wenn es heiß war.
Was nicht heißen soll, dass bei > 30 Grad Celsius ich nicht auch so langsam gar gekocht worden bin 🥵

Das Fazit zu meinem Motorrad, fällt hingegen etwas zwiespältig aus. Die neue Tiger 1200 Rally Pro ist unstrittig ein tolles Tourenmotorrad mit einer sehr guten Ergonomie, Fahrwerk, Motor und Windschutz, trotz allem hat sie noch die eine oder andere Kinderkrankheit.

Hauptständer:

Sobald die Tiger mit Koffer bepackt ist, wird es fast unmöglich sie auf den Hauptständer zu hieven. Dies obwohl ich die Beifahrerfussrasten entfernt habe um so besser an den Hauptständer zu kommen. Gleichfalls lässt sie sich auf glatten Oberflächen ebenfalls kaum aufbocken, da man die Fuhre dann eher durch die Gegend schiebt. Hier sollte Triumph definitiv noch nachbessern.

Kupplung:

Hier hatte ich vor meiner Abreise ein Problem, dass diese Luft (Hydraulik) gezogen hatte und sich das Kupplungsspiel soweit verändert hatte, dass die Kupplung „sofort“ kam. Das Problem wurde bei der 1000 Kilometer Inspektion durch Entlüften behoben.
Leider hat sich dies auf meiner Tour wieder verändert, so dass ich am Schluss von meiner Tour kaum noch den ersten Gang einlegen konnte. Dies hatte u.a. auch dazu geführt, dass ich etwas früher zurück bin.

Schaltereinheit auf der linken Seite:

Diese hatte in den Picos de Europa bei einer Stundenlangen Nassfahrt offenbar zu viel Wasser abbekommen, so dass ich das Menü nicht mehr über den Joystick steuern konnte und auch der „Mode-Knopf“ zur Einstellung des Mappings nicht mehr funktionierte. So war ich anfänglich gezwungen, eine Offroad Passage im Rain-Modus zu fahren. Leider hat dieser Rain-Modus die Eigenschaft, bei zu viel Steigung und Geröll, also keinen Gripp mehr, den Motor komplett runter zu regeln.
Dies hatte zur folge, dass ich die Tiger immer wieder ausgeschalten habe, um einige Meter weiterzufahren bis wieder runter geregelt worden ist 😬

Mit etwas Kontaktspray konnte ich es aber dann am Schuss meiner Tour in Sisteron beheben.

Drehzahlanhebung / Standgas / Übersetzung:

Speziell in den Offroad Passagen und hier insbesondere in abschüssigen Passagen auf Geröll, ist die erhöhte Drehzahl in Kombination mit dem sehr lang übersetzten 1. Gang eine echte Herausforderung. Bislang habe ich hierzu in den einschlägigen Testberichten auf YouTube oder in der Presse nichts gehört. Ist aber auch nicht verwunderlich, da die meisten „Tester“ keine großen abschüssigen Passagen fahren 😎

Bruch Zugführung rechts:

Dies kann vorkommen und ist Gott sei Dank, auch erst zu Hause beim Rangieren in der Garage passiert. Ich denke, ich war doch zu forsch im Gelände unterwegs 😀
Was sich aber beim Ersatz als nachteilig herausstellte ist, dass zum Tausch der komplette Lenker und Gabelbrücke getauscht werden muß. Gleichfalls werden „Sprengschrauben“ zur Befestigung verwendet, da das Zündschloss ebenfalls damit gesichert wird!?

Alle oben beschriebenen Probleme, bis auf die Drehzahlanhebung und den zu lang übersetzten ersten Gang, wurden anstandslos nach meiner Rückkehr, unverzüglich und ohne zusätzlichen Kostenaufwand, durch meinen Triumph Händler kurzfristig behoben. Hier gilt mein Dank dem Team der Firma WarmUp in Aalen👍

Würde ich eine solche Tour wieder unternehmen?
Ja, und ich würde die Tour auch unbedingt mit meiner Tiger 1200 RP fahren 😎😁🇬🇧🏍🏁

Solltet Ihr Fragen oder Anmerkungen haben, schreibt dies bitte als Kommentar damit ich es beantworten kann.

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