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Life is too short, that's why we ride…

Finanzmarktkrise – Eigenverantwortung im Handeln

Die Aktienkurse im freien Fall;
viele Bürger in diesem Land machen sich Sorgen um ihr Erspartes und um die Zukunft.

Sorgen gibt es in diesen Tagen umsonst – ein Blick in die Zeitungen oder Nachrichten und man kann den Eindruck bekommen, wir alle stünden an einem gähnenden Abgrund.

Vielleicht ist es Medienmache, vielleicht Wirklichkeit. Vielleicht steuern wir tatsächlich in eine ernste Wirtschaftskrise zu, vielleicht ist in zwei Wochen auch schon wieder alles Schnee von gestern.

Keiner von uns kann in die Zukunft schauen, eine Tatsache, die uns vor Angst lähmen kann oder eine, mit der wir aktiv umgehen können. Gerade weil wir nicht wissen, was kommt, haben wir immer wieder die Wahl: entscheiden wir uns dafür, uns Sorgen zu machen, Angst zu haben oder gar panisch zu werden oder nutzen wir unsere Kraft lieber dafür, zu überlegen, wie wir mit dem, was wir befürchten, umgehen können.

Panik hilft niemanden – im Gegenteil: Panik verschlimmert jede Form von Krise. Panik lässt uns vollkommen unreflektiert reagieren und Dinge tun, die sinnlos bis außerordentlich schädlich sind. Wer sich ungefiltert seinen Sorgen und Ängsten hingibt, kann schnell in Panik ausbrechen, deshalb gilt es hier, bewusst gegenzusteuern.

Die Alternative zu Sorgen und Panik ist der Versuch einer einigermaßen realistischen Einschätzung der Situation. Und hier finde ich folgendes Zitat hilfreich:

„In einer Welt, in der alles schwankt, bedarf es eines festen Punktes auf den man sich stützen kann.“

— Jules Michelet

Es geht darum, den festen Punkt zu finden, auf den man sich stützen kann, damit man auch in turbulenten Zeiten Halt hat.

Aus meiner Sicht ist ein solcher Punkt die Sache mit der Eigenverantwortung. Ich kann genau in diesem Moment sagen: „Ich bin für mein Leben verantwortlich. Ich kann nicht den Staat oder die Politik verantwortlich machen, nicht die Banken und nicht die Börsen. Wenn es kracht, nützt es nichts, wenn ich sage: Die da sind Schuld. Wenn es kracht, nutzt es nur, wenn ich handlungsfähig bleibe. Handlungsfähig bleibe ich, wenn ich nicht in Panik verfalle, sondern mir praktische Gedanken dazu mache, wie es weitergeht – für mich in dieser konkreten Situation.“

Wenn mir etwas Sorgen bereitet, nehme ich mir die Zeit (und den Mut) und spiele in Gedanken verschiedene Verläufe durch, auch den schlimmsten. Ich versuche mir zu überlegen, was ich tun könnte und wie am besten auch durch schlechte Zeiten kommen werde. Durch solche Gedanken nutze ich meine Angst konstruktiv. Nicht dass ich auf diese Weise sichere Antworten auf alle Probleme finde, aber ich fühle mich etwas besser vorbereitet. Ich sehe, dass es immer Wege geben wird – manche sind vielleicht nicht gerade angenehm, aber es geht weiter. Immer.



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