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E5, E10 Super – SuperPlus – Bahnhof??

Geht’s noch, so langsam kann ich die Verdrossenheit gegenüber der EU und deren Verordnungen zu unserem Wohl sehr gut nachvollziehen.

Der neueste „Schildbürgerstreich“ ist die Einführung von E10.

Zur Geschichte – eigentlich habe ich mit dem Thema nichts am Hut, da ich eh nur Diesel tanke. Aber vor ca. 14 Tagen sprach mich meine Tochter auf das Thema an.

„Du, wie sieht das eigentlich mit dem neuen Saft aus?“
Häh??? Welcher Saft. Na der, der neu eingeführt wird , irgendwas was deutlich umweltfreundlicher ist. Ach Du meinst Biodiesel! Den kannst Du in Deinem Auto nicht tanken, da Du keinen Diesel fährst!
Nee, es geht um den neuen Sprit E10…
Somit musste ich mich das erste mal mit dem Thema befassen und was ich dann erlebte, läßt mich doch sehr stark an dem Thema zweifeln!

Ziel war es wohl, Europaweit mit dem neuen Kraftstoff etwas für die Umwelt zu tun. Durch die Ausweitung der Ethanolproduktion durch Weizen, Zuckerrüben, Mais und anderer Getreidesorten sollte ein erheblicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.
Dies ist aber laut dem BUND mehr als zweifelhaft, zumal dadurch die Kohlendioxid-Emmissionen durch den Großflächigen Ausbau der Anbauflächen eher noch zunehmen wird und somit eher ansteigt!

Zudem kommt jetzt noch die totale Verunsicherung der Verbraucher an der der „Tanksäule“. Was soll ich denn jetzt tanken? Im Zweifelsfall doch SuperPlus?


Es kommt mir so vor, als ob hier die McKinsey Jungs oder Bosten Consulter ihre Finger im Spiel haben. Keiner hat mehr einen Plan und ein eigentlich guter Ansatz löst sich im wahrsten Sinne des Wortes an der Zapfsäule in Wohlgefallen auf.
Zu dem wird die ganze Sache auch noch teurer. Man hat ja aus der Mineralölindustrie nicht gesagt, dass E10 billiger wird, sondern vielmehr hat man keinen Alternative für das „alte Super“ mehr belassen, sondern als „Schutzsorte“ gibt es Europaweit nur noch das deutlich teuerer SuperPlus!
Die Jungs sind schon clever, oder?

Nachdem nunmehr meine zweite Tochter und meine Frau auch noch nach dem Einsatz von E10 befragt haben, mache ich mir so langsam über die Zukunft Gedanken.

Was soll ich jetzt eigentlich tanken? Doch Diesel, oder sollte ich es mal mit SuperPlus versuchen!?

Hier mal ein Paar Links die Licht in das Dunkel bringen könnten:

BUND

LawBike

PowerBoxer und die Auskunft von BMW

DAT Deutschland zum Thema E10 mit Broschüre zum download

Also, bei meiner BMW R1150R mache ich es doch „mit den Fähnchen“, ich werde SuperPlus tanken.
By the way, da erscheint doch das derzeitige Theater in Nordafrika als Nebenkriegsschauplatz. Nur blöd, dass dadurch die Spritpreise auch noch angestiegen sind:)

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4 Kommentare

  1. Markus 6. März 2011

    Hallo, ich kann Ihnen nicht ganz zustimmen – erstens ist Öl nicht unendlich
    verfügbar,
    zweitens fahren in Südamerika Millionen auch ältere Pkw und Motorräder
    E80-100, ohne Motorschäden,
    drittens kann wohl schlecht die landwirtschaftliche Anbaufläche
    – a ausgeweitet werden, es sei denn durch zweistöckige Äcker 😉
    – b klimaschädlich wirksam werden,es wird ja Co2 gebunden
    (lernt man als Landwirt und sonst in der Grundschule
    Bio)
    viertens werde ich nicht auf die schlauen Ölbarone ,
    welche wie richtig erwähnt das vergleichbare Super E5 zugunsten
    alternativ teureren Super Plus einstellen reinfallen (gönne es ihnen nicht)
    sondern die günstige alternative nehmen

    fünftens wenn der Bioethanolanteil von 10% (E10) schäden durch Alukorrosion hervorruft,warum tut der Anteil von 5% (E5) nicht 😉

    Grüße vom R1150 Fahrer und Landwirt,der auch gerne von seiner Arbeit leben möchte (und wird)

    • admin 6. März 2011

      Hallo,

      vielen Dank für Deinen kritischen Beitrag.
      Gerne gehe ich auf einen Teil Deiner Argumente ein:

      Pro
      Öl ist tatsächlich endlich und wir sollten damit mehr als sorgsam und bewusst umgehen
      Zweistöckige Äcker, wäre doch mal was Neues 🙂
      Cleverness der Ölbarone

      Contra
      Die Ausweitung der landwirtschaftlichen Anbauflächen erfolgt primär durch die Reaktivierung der „Brachflächen“.
      Der Anbau von Zuckerrüben für die Bioethanolherstellung scheint lohnenswerter, als Brachfläche und EU-Gelder zu kassieren!
      E10 hat eine um 100 % höhere Konzentration? Was glaubst Du, um welche Auto es sich in Südamerika handelt?

      Bitte verstehe es nicht falsch, ich gönne jedem sein Geschäftsmodell, welches zu seinem Unterhalt beiträgt:-)
      Aber ich habe etwas dagegen, wenn es zu Lasten „Dritter“ geht.

      Mal abgesehen davon, dass weder ich noch andere in letzter Konsequenz eine abschließende Beurteilung zur Umweltverträglichkeit
      abgeben können, gleichwohl finde ich die Art und Weise wie die Sache eingeführt worden ist eine Katastrophe.

  2. Markus 6. März 2011

    Denke,da werden wir uns einig…

    Nur mit den Brachflächen geistern auch alte Eu regelungen herum,
    das war ein Mengensteuerungsunstrument der EU,welches überholt ist
    und nur noch selten angewandt wird (meiner Meinung nach ethisch schon
    gar nicht zu vertreten

    (Entwicklungländer brauchen nicht nur Nahrungsmittel – am besten aus eigenproduktion – sondern auch öl,aufgrund fehlender ersatztechnik dringender noch als wir ÖL!)

    freundlicher Gruß,Markus

  3. Markus 6. März 2011

    Moment,habe noch vergessen,daß in Brasilien teilweise Ethanol gefahren wird (E100), hat über 100 oktan.

    Mal was lustiges,habe auf der suche nach Erfahrungen mit der R1150R
    einen Beitrag gefunden (nicht hier,dieses Forum ist neu für mich), in welchem ein Autor sich wunderte,warum „die“ wohl weniger Oktan da reinmischen…. 😉

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